Bühnenszene aus Die Dreigroschenoper

2017

Episches Musiktheater

Die Dreigroschenoper

Über die Produktion

Wie sagte doch der große Marcel Reich-Ranicki über Brecht? Man dürfe ihn sich nicht als politischen Menschen denken. Die „Passion seines Lebens“ sei das Theater gewesen.

Das merkt man, wenn man sich heute – knapp 90 Jahre nach ihrer Uraufführung – die Dreigroschenoper anschaut. Es ist alles vorhanden, was zu einem prallen Theaterabend gehört. Dramatik, Action, große Liebesszenen, Songs die zu Evergreens wurden.

Selbstverständlich kommt auch der Humor nicht zu kurz, so sind doch die trottligen Banditen aus Mackie Messers Bande nichts anderes als die Gruppe der Handwerker, Bauern oder ähnlicher Tölpel, die durch jedes Shakespeare’sche Lustspiel trampeln.

Zu behaupten wir hätten es aber mit einem unpolitischen Text oder gar mit einem unpolitischen Autor zu tun, greift zu kurz, verehrter Marcel! Die zunehmende Verarmung großer Teile der Mittelschicht, die ihr Leben kaum mehr mit legalen Mitteln bestreiten kann. Immer mehr Menschen am Rande der Armut lebend. Dabei aber florierende Bankgeschäfte und eine kleine Schicht die immer reicher wird.

Das waren Misstände, die schon Brecht in der Dreigroschenoper anprangert. Ganz erstaunlich, vielleicht sogar erschreckend wie aktuell dieses Stück aus der scheinbaren Mottenkiste des politischen Theaters doch ist. Doch sehen Sie selbst: Genießen Sie Brecht als weitblickenden politischen Visionär, als Revoluzzer gegen die herrschenden Verhältnisse, als begnadeten Theaterautor oder als großartigen Dramatiker.

Auf der Bühne

Hinter der Bühne

Regie und weitere bestätigte Credits.

Szenen & Proben

Kuratierte Auswahl aus dem vorhandenen Material.

Plakat, Programm & Presse

Historische Drucksachen und Dokumente zur Produktion.

Plakat

Programmheft

Presse

Zeitungsbericht 2017